Die schonende und minimalinvasive Chirurgie
Kieferchirurgie

Stuttgart-Mitte  0711 2264971
Dr. Dott. Thomas Mayer
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Wurzelkanalbehandlung (Endodontie)

WurzelfüllungMeist durch Karies, manchmal auch durch eine Zahnverletzung verursacht, kann der Zahnnerv absterben oder sich entzünden. Die Folge dieses meist sehr schmerzhaften Prozesses ist, dass der Zahn entfernt werden muss, wenn man nicht auf die Mittel der Endodontie (Wurzelbehandlung und Wurzelfüllung) zurückgreifen kann oder will. Der tote oder entzündete Nerv muss dabei vollständig entfernt und der Nervkanal von allen Entzündungsrückständen und Bakterien gereinigt werden. Der nunmehr leere Nervkanal muss in ganzer Länge dicht abgefüllt werden, um ein erneutes Eindringen von Bakterien zu verhindern.


 

 

 

Kurzinformation zur Wurzelkanalbehandlung

WurzelfüllungMeist durch Karies (schwarz) verursacht stirbt der Zahnnerv (rot) ab und verursacht eine Entzündung im Knochen (orange). Diese Entzündung kann mit starken Schmerzen einhergehen.

Die Therapie besteht in der vollständigen Entfernung des abgestorbenen Nervgewebes, der kariösen Zahnsubstanz und einer gründlichen Desinfektion. Dabei müssen alle Winkel des Kanalsystems erreicht werden, da ein Zurückbleiben von Fäulnisbakterien eine erneute Infektion und Entzündung verursachen würden.

Nach diesen Säuberungsmaßnahmen wird das nun leere Kanalsystem mit einer Paste aufgefüllt und der Kariesdefekt mit einer Füllung versehen (gelb).

Ein so behandelter Zahn hat heute die selbe Lebenserwartung wie ein gesunder Zahn.


Die Behandlung erfolgt in der Regel in zwei Sitzungen:

- In der ersten Sitzung erfolgt die Säuberung der Wurzelkanäle. Diese werden mit Feilen in die erforderliche Form gebracht, mit Spüllösungen desinfiziert und von abgestorbenen Geweberesten befreit. Besonders kleine Kanaleingänge werden mit mikroskopischen Hilfsmitteln aufgespürt und mit mikrochirurgischem Instrumentarium aufbereitet.
(NaClO 5% und EDTA - Spülungen, Aufbereitiung bis ISO35 Taper 04)

Am Ende der ersten Sitzung wird ein milde desinfizierendes Medikamenteingelegt, das einige Tage wirken soll.
(Aktive Points in der entsprechenden ISO-Größe, so dass die Röntgenkntrolle zugleich eine Messaufnahme ist)

- In der zweiten Sitzung wird das Medikament entfernt und die Kanäle nochmals desinfiziert. Dabei kommt ein Laser zum Einsatz, um eine möglichst vollständige Keimfreiheit zu erzielen. Dann wird eine dichte Wurzelfüllung gelegt und die Kanaleingänge mit einem Hochleistungskunststoff versiegelt.
(Lasersystem aPDT,Wurzelfüllung mit EndoREZ und passenden Pionts, vertikal kondensiert. Versiegelung des Cavitätenbodens dentinadhäsiv mit SÄT)

- Ebenfalls in der 2. Sitzung wird bei Bedarf eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Dies ist dann erforderlich, wenn die Entzündung im Knochen um die Wurzelspitze bereits so weit fortgeschritten ist, dass sie trotz Wurzelbehandlung fortbestehen wird. Dies kann teilweise bereits vor Behandlungsbeginn vorhergesagt werden oder zeigt sich auf Grund von Befunden, die während der ersten Sitzung auftreten.
Um die Entzündung im Knochen auszuheilen wird nach Abschluss der Wurzelbehandlung ein kleiner Schnitt am Zahnfleisch gelegt, und der entzündete Knochen sowie die betroffene Wurzelspitze entfernt.

Spezialfall "retrograde Wurzelbehandlung":

Nicht immer ist die oben beschriebene Wurzelbehandlung möglich. Der Aufwand ist möglicherweise zu hoch oder zu teuer, z.B. wenn sich alte, undichte Wurzelfüllungen im Zahn befinden, wenn sich eingeklebte Wurzelstifte im Zahn befinden, oder wenn eine hochwertige Prothetik nicht durchbohrt werden soll.

In diesen Fällen kann die Wurzelbehandlung von der Knochenseite her erfolgen. Nach der Entfernung der Wurzelspitze im Rahmen der Wurzelspitzenresektion wird der Wurzelkanal von hinten aufgespürt.
Die Aufbereitung wird mit einem Ultraschallbohrer durchgeführt, der bis zu 6 mm in den Kanal vordringen kann. Der Ultraschall bringt den Kanal in die gewünschte Form und trägt organische, infizierte Gewebereste ab.
Die Desinfektion erfolgt mittels Laser (aPDT: bei der antimikrobiellen photodynamischen Therapie werden die Bakterien mit einem speziellen Farbstoff angefärbt und dann selektiv vom Laser getroffen)
Die Wurzelfüllung beinhaltet die selben Materialien wie die oben beschriebene orthograde Wurzelfüllung.

 

 

 

 

Darstellung der Kanaleingänge

Die abgestorbene Zahnpulpa ("Nerv") befindet sich in der Pulpa-Höhle und in den Wurzelkanälen. Das tote Gewebe verursacht durch Verwesung und Vermehrung von Bakterien die Entzündung und Schmerzen im umliegenden Knochengewebe.

Nach Aufbohrung des Zahnes, Darstellung und Säuberung des Bodens der Pulpa-Höhle werden alle mit herkömmlichen Mitteln erreichbaren Kanäle aufbereitet und die Eingänge erweitert. Die Darstellung mit dem Videomikroskop ermöglicht nun die Darstellung sehr feiner oder überzähliger Wurzelkanäle (akkzessorische Kanäle).

Akkzessorische Kanäle - Häufigkeit:

Zwischen Zahnpulpa und dem umliegenden Knochen gibt es direkte Verbindungen nicht nur über die Hauptkanäle sondern auch über akzessorische Kanäle, die bei 27 % der bleibenden Zähne feststellbar sind. Bei 20 bis 60 % der Molaren befinden sich akzessorische Kanäle in der Wurzelgabelung.
Für diese, wie auch gelegentlich für manche Hauptkanäle gilt, dass sie mit bloßem Auge und den üblichen Handinstrumenten nicht gefunden werden. Daher sind starke Vergrößerungen, wie zum Beispiel durch ein endoskopisches Videosystem, sowie besonders feine Aufbereitungsinstrumente erforderlich. Werden diese Kanäle nicht behandelt, führt dies meistens zum Misserfolg der Wurzelbehandlung.

OP-Mikroskopie

In unserer Praxis steht Ihnen ein endoskopisches Videosystem mit bis zu 200facher Vergrößerung und sehachsennaher Ausleuchtung zur Verfügung. Optimales Licht und hohe Vergrößerung bringen enorme Möglichkeiten mit sich:


- Bessere Kontrolle und optimale Bearbeitung der Pulpa-Höhle
- Erleichtertes Auffinden von Wurzelkanälen.
- Kontrollierte Präparation von Engstellen
- Verbesserte Möglichkeiten bei der Entfernung von Pulpasteinen
- Große Vorteile bei Entfernung von altem Wurzelfüllmaterial
- Relokalisation originärer Kanalverläufe unter zum Teil direkter Sicht.
- Die Lokalisierung und Entfernung von Instrumentenfragmenten aus dem Wurzelkanal.
- Exakte Durchführung des Verschlusses von Perforationen.


Wurzelkanalaufbereitung

Antrieb für rotierende WK-Instrumente und Längenmessung

Es handelt es sich um einen auf das NiTi-System abstimmbaren Spezialmotor mit vorprogrammierbaren Drehzahlen und Drehmomenten. Über automatischen Linkslauf oder Motorstillstand bei Erreichen eines vorprogrammierten Grenzdrehmoments wird die starre Vollrotation partiell aufgehoben. Das Frakturrisiko bei Anwendung von NiTi-Instrumenten wird dadurch deutlich gesenkt.

Die exakte Bestimmung der Arbeitslänge (Wurzelkanallänge) ist durch die alleinige Röntgenmessaufnahme nicht möglich (Projektionsfehler, Anatomie, etc).

Endometriemessgeräte ermöglichen über die Messung der Elektrodenimpendanz die exakte Bestimmung der Arbeitslänge. Das von uns verwendete Gerät der neuesten Generation nutzt die relative Impendanzmessung, welches eine Messgenauigkeit von 95% erlaubt.

Trotzdem kann auf eine Röntgenaufnahme nicht völlig verzichtet werden, da diese wichtige zusätzliche Informationen ergibt. (Krümmung, Perforation, zusätzliche Wurzeln.) 

Wurzelkanaldesinfektion

-Physikalisch-chemische Desinfektion

Die physikalische Komponente dieser Methode wird durch ein ultraschallgetriebenes Aufbereitungsinstrument eingebracht. Das Kanalsystem sowie die koronare Kavität werden mit 5%iger stehender NaOCl-Lösung gefüllt. Im Inneren des Kanals wird das Instrument zur Schwingung gebracht.

Die desinfizierende Wirkung entsteht erstens durch den ultraschallinduzierten Kavitationseffekt und zweitens durch die Erwärmung der NaOCl-Lösung.

-Langzeitdesinfektion

Voraussetzung für die Behandlung in einer Sitzung ist, dass eine ausreichende Keimarmut sowohl im Kanalsystem als auch im periapikalen Gewebe erzielt werden kann. Gibt es Anzeichen dafür, dass dies nicht der Fall ist, ist eine Infektionsbekämpfung über einen Zeitraum erforderlich, der den Rahmen einer Behandlungssitzung übersteigt.

 

Folgendes Behandlungsschema kommt zur Anwendung:
-   Systemische Antibiotikatherapie für 2 bis 7 Tage und medizinische Wurzelkanalfüllung
-   Nach den o.g. 2-7 Tagen erfolgt die 2.Sitzung mit möglichst definitiver Wurzelfüllung.

Sollten auch am Ende der 2. Sitzung noch Indikatoren für eine ungenügende Keimfreiheit vorliegen, ist m.E. eine Wurzelspitzenresektion angezeigt.

 

-Vermeidung von Reinfektion

Die Reinfektion des bereits desinfizierten Kanals wird intraoperativ durch Kofferdamisolierung vermieden. Zwischen den Sitzungen erzielt man mit Cavit eine gute Abdichtung. Nach der Behandlung verhindert eine dentinadhäsive Unterfüllung ein Wiedereindringen von Bakterien.


Wurzelkanalfüllung und Versiegelung der Kanaleingänge

Füllzement und Guttapercha

Der Sealer (Füllzement) sollte folgende Eigenschaften besitzen: Gute Fließfähigkeit auch bei einer Restfeuchtigkeit, um eine dreidimensionale Füllung zu gewährleisten. Weiterhin sollten eine chemische Verklebung mit den Kanalwänden und eine leichte Abbindeexpansion erfolgen, um das Auftreten von Randspalten zu verhindern.

Um eine erneute Zugänglichkeit des Kanals zu ermöglichen, z.B. für einen Stiftaufbau oder sollte eine Revision erforderlich werden, muss ein Guttaperchastift gesetzt werden.

Versiegelung des Kavitätenbodens

Verwendet wird ein fliessfähiges, lichthärtendes, röntgenopakes Feinpartikel-Hybridcomposite als Unterfüllung. Die Chroma-Variante zeichnet sich aus durch einen reversiblen Farbumschlag, der beliebig oft durch kurzzeitiges Belichten mit einer Polymerisationslampe ausgelöst werden kann. Durch den Farbumschlag bietet sich die Möglichkeit, beim Füllungsaustausch präzise zwischen gesunder Zahnhartsubstanz und alter Füllung zu unterscheiden und letztere gezielt zu entfernen.


Versorgung der Zahnkrone

Die Versorgung der Zahnkrone erfolgt provisorisch mit einem Glasionomerzement auf die bereits beschriebene Unterfüllung. Dies soll ein zusätzlicher Schutz vor Reinfektion sein, die Krone vor Frakturen schützen und die Kaufunktion wiederherstellen.

Die endgültige Versorgung mit Inlay, Krone, Stiftkrone, Kompositefüllung etc. bleibt dem Hauszahnarzt vorbehalten.

 

Weiterbehandlung und Recall

Am folgenden Werktag wird der Zustand kontrolliert, ggf. die Füllung geglättet.

Nach 3 Monaten erfolgt die abschließende Röntgenkontrolle und ggf. die Freigabe zur zahnärztlichen Weiterversorgung. Es ergeht ein entsprechender Befundbericht an den Hauszahnarzt, der den Behandlungserfolg aus chirurgisch-medizinischer Sicht darstellt.

Der Hauszahnarzt entscheidet dann unter Berücksichtigung des prothetischen Gesamtkonzeptes und des Zustandes der Rest-Zahnkrone über die weitere Verwendbarkeit des Zahnes.

 

Honorierung

Kassenleistung oder nicht

-   Abgrenzung vertraglicher von außervertraglicher Wurzelbehandlung

Im Fachgebiet der Endodontie wurden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ganz erhebliche Fortschritte erzielt. Zähne, die vor Jahrzehnten nicht der Wurzelbehandlung zugänglich waren, können heute regelmäßig mit Erfolg wurzelbehandelt werden (z.B. Molaren).

Neue moderne apparative Techniken, Aufbereitungs- und Füllungsmethoden, Werkstoffe und Materialien sowie Hilfsmittel lassen es zu, immer schwierigere Wurzelkanäle und - kanalsysteme erfolgreich zu therapieren.
Hier verdient z.B. die Entwicklung hochflexibler Kanalaufbereitungsinstrumente aus einer Nickel- Titan- Legierung besondere Erwähnung.

Schwierige Kanäle und Kanalsysteme sind allerdings nur unter dem grundsätzlichen Einsatz moderner Methoden, Techniken und Apparate und unter Inkaufnahme eines erheblichen fallspezifischen Behandlungs- und insbesondere Zeitaufwandes behandelbar. Werden dementsprechende endodontische Behandlungsmaßnahmen durchgeführt, so kann das Wirtschaftlichkeitsgebot der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr berücksichtigt werden.

In solchen Fällen kann die Wurzelbehandlung nur durchgeführt werden, wenn der hierzu nötige Aufwand entsprechend honoriert wird. Dies bedingt eine privatzahnärztliche Berechnung entsprechend der Gebührennummern der GOZ mit variablem Gebührenrahmen. Es muss zudem berücksichtigt werden, dass Zuzahlungen zu Vertragsleistungen unzulässig sind (§ 4 Abs. 5 BMV- Z und § 8 Nr. 2 KZBV- VdAK/AEV- Vertrag). Es können also in diesen Fällen keine Mehrkosten berechnet werden, sondern die gesamte Wurzelbehandlung ist eine außervertragliche Leistung:

• wenn Arbeitsaufwand und apparative Notwendigkeiten das Maß des Wirtschaftlichen übersteigen (z.B. bei instrumenteller physikalisch- chemischer Aufbereitung, geräte- und technikintensiver Wurzelfüllung, elektrometrische Längenbestimmung Arbeiten mit Lupenbrille oder Mikroskopie u.v.m.),
• wenn Zähne endodontisch behandelt werden, die nicht richtliniengerecht zu versorgen sind (z.B. Abfüllen bis zur apikalen Konstriktion nicht möglich wegen Kanalverschluss),
• wenn der Erhalt des Zahnes von vornherein eindeutig fraglich ist (z.B. wegen kombiniert endodontisch- parodontaler Läsion),
• wenn Molaren, die nach den Richtlinien ausgeschlossen sind, endodontisch behandelt werden sollen.
• wenn keine geschlossene Zahnreihe vorliegt,
• wenn nicht eine einseitige Freiendsituation vermieden wird,
• wenn sich funktionsuntüchtiger Zahnersatz auf dem Molaren befindet.

 

Die Prognose für Ihren wurzelbehandelten Zahn ist heute hervorragend, da internationale Standards konsequent umgesetzt werden. Eine derart aufwendige Behandlung zum Erhalt Ihres Zahns erfordert allerdings viel Zeit und ist kostenintensiv.

Auf der anderen Seite bedeutet der Verlust Ihres Zahnes erhebliche Folgekosten, z.B. für eine neue Brücke oder für ein Implantat. Diese Kosten liegen wesentlich höher als diejenigen für eine intensive Wurzelkanalbehandlung.

Eine ganze Reihe von qualitätsverbessernden Maßnahmen, welche einen Langzeiterfolg überhaupt erst ermöglichen, findet in unserer Praxis Anwendung:


-   Die Kombination aus Erfahrung und Anwendung neuester Techniken erlaubt es uns, von "schonender und minimalinvasiver Chirurgie" zu sprechen.

-   Behandlung unter Zuhilfenahme optischer Vergrößerungshilfen ermöglicht das Auffinden mikroskopisch kleiner Wurzelkanaleingänge.

-  Maschinelle, computergesteuerte Aufbereitung mit hochflexiblen Spezial-Instrumenten ermöglicht die Erhaltung der ursprünglichen anatomischen Verhältnisse und minimiert das Risiko von Instrumentenfrakturen.

-  Anwendung physikalischer und chemischer Methoden zur Desinfektion. Mit Ultraschall werden Desinfektionsmittel aktiviert, der antibakterielle Kavitationseffekt genutzt und die Benetzung feinster Verästelungen gewährleistet.

- Elektrometrische Längenbestimmung ermöglicht die vollständige Wurzelfüllung exakt bis zur Wurzelspitze.

-  Spezielle Techniken zum dichten Verschluss der Wurzelkanäle ermöglichen den dauerhaften Erfolg der Behandlung: hochfließfähige Wurzelfüllpaste, kondensierte Guttapercha. Die definitive Kronenversorgung übernimmt Ihr Zahnarzt.

-  Infektionsgeschützes und trockenes Arbeitsfeld mit Kofferdamschutz.

 

Bitte haben Sie Verständnis, dass solch aufwändige Wurzelbehandlungen nur nach der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) möglich sind. Wenn Sie eine solch hochwertige Wurzelbehandlung wünschen, erhalten Sie somit eine Privatrechnung, die von Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung nicht erstattet wird.

 

Selbstverständlich werden die Kosten der Wurzelkanalbehandlung dann von den Krankenkassen (GKV) übernommen, wenn die Behandlung im Sinne der Richtlinien erfolgt. D.h. die Behandlung muss "notwendig", "wirtschaftlich" und "zweckmäßig" sein: Notwendigkeit besteht demnach aber nur dann, wenn die Extraktion des Zahnes eine unzumutbare Verschlechterung des Gesundheitszustandes bedeutete, wirtschaftlich heißt, alle denkbaren Alternativen sind teurer, Zweckmäßigkeit ist gegeben, wenn die Prognose der Behandlung auch dann gut ist, wenn auf die oben beschriebenen aufwändigen Methoden verzichtet wird. Missachtet ein Arzt die Gebote der Notwendigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit zu Lasten der GKV, so wird ihm das Honorar hochgerechnet auf das ganze Jahr vom Konto abgezogen. Im Wiederholungsfall drohen der Entzug der Kassenzulassung sowie die Einschaltung des Staatsanwaltes wegen Abrechnungsbetrug.

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